Der Ratssaal im Himmeroder Hof war bis zum letzten Platz besetzt, als Horst Schuh in seinem Vortrag bei den Archivfreunden die Geschichte des Feldflugplatzes Odendorf darlegte.

Der Platz war von der Wehrmacht zu Beginn des 2. Weltkrieges eingerichtet worden um von dort aus Ziele an der Westfront in Frankreich besser bekämpfen zu können, er diente zugleich als Zubringer für ein bei Rodert bei Bad Münstereifel befindliches Führerhauptquartier. Als Start- und Landebahn wurde die unbefestigte Rasenfläche verwendet, die bei feuchter Witterung allerdings nur beschränkt nutzbar war. Flugbeobachtungsstellungen und Fliegerabwehrgeschütze sollten den Platz gegen edtwige Angriffe schützen.

In Odendorf waren 2 Fliegerstaffeln stationiert, zum Kampfeinsatz kamen die Flugzeugtypen ME 109 und der „Sturzkampfbomber“ JU 87. Verbindungsflüge wurden mit der JU52 und FW 200 „Condor“ durchgeführt, mit diesen Flügen kam auch Nazi-Prominenz (Hitler, Göring, Göbbels) auf den Platz.

Neben Odendorf gab es noch weitere Feldflugplätze in der Region, so bei Peppenhoven Dünstekoven und bei Ollheim. Als Besonderheit verfügte Ollheim über eine 3km lange betonierte Startbahn, die für Düsenjäger vorgesehen war – allerdings nie zum Einsatz kam. Erst zum Ende des Krieges besetzten die Amerikaner den Platz und flogen ihn auch kurzzeitig an.

 

Flugplatz bei Odendorf
Flugplatz bei Odendorf