Geburtshaus von Josef Weiss
Geburtshaus von Josef Weiss

 

An seinem Geburthaus in der Pützstraße in Flamersheim erinnert eine Gedenktafel an Jupp Weiss, der im Konzentrationslager Bergen-Belsen als letzter „Judenältester“ gegen Ende des Zweiten Weltkrieges eingesetzt war und in dieser Funktion, in der er eigentlich die SS-Lagerleitung unterstützen sollte, vielen jüdischen Häftlingen in ihrem schweren Schicksal helfen konnte.

Die Rolle der „Judenältesten“ in den Konzentrationslagern des Dritten Reiches ist wegen ihrer Stellung zwischen der SS-Lagerleitung einerseits und den jüdischen Häftlingen andererseits umstritten und mit Begriffen wie Kollaboration und Korruption belastet. Aber es gibt auch Beispiele dafür, dass sich Menschen in dieser Funktion vorrangig um die Nöte ihrer jüdischen Mithäftlinge kümmerten.

Der Euskirchener Historiker Hans-Dieter Arntz hat den Werdegang, das Wirken und die Verdienste dieses bemerkenswerten Menschen erforscht und seine Ergebnisse in einem weithin anerkannten Buch vor weiterem Vergessen bewahrt.

Am Mittwoch, den 15. November 2017, 19:30 Uhr wird er bei den Archivfreunden im Ratssaal des Glasmuseums im Himmeroder Hof in einem Vortrag an diesen „Letzten der Gerechten“ erinnern.

 

 

 

 

Gedenktafel für Josef Weissf
Gedenktafel für Josef Weiss