Die Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert haben in Rheinbach tiefe Spuren hinterlassen; die Erforschung der damaligen Vorgänge in Rheinbach und in der Umgebung ist für die Stadtgeschichte von besonderem Wert. Während sich die Kenntnis über die Ereignisse in Rheinbach vor allem auf das Werk von Hermann Löher stützt, war das Flamersheimer Hexenprotokoll, das als einzige Quelle über die Hexenverfolgungen im benachbarten Flamersheim Auskunft gibt, lange Zeit verschollen.

Es ist einem Zufall zu verdanken, dass Dr. Claudia Kauertz, Leiterin des Sachgebiets Archivberatung im LVR-Archivberatungs- und Fort­bildungszentrum in Pulheim-Brauweiler, das Flamersheimer Hexen­protokoll bei Recherchen in den USA wiederentdeckte. Es schildert die Gerichtsprozesse in den Jahren 1629/30 gegen mindestens fünf als Hexen angeklagte Frauen.

In einem Vortrag berichtet die Referentin über

 

Die Geschichte des Flamersheimer Hexenprotokolls

 

am Donnerstag, den 9. März 2017, 19:00 Uhr (!)

im Ratssaal im Bürger-und Kulturzentrum Himmeroder Hof.

 

Urteilsstein in Flamersheim
Urteilsstein in Flamersheim
Foto: Dr. Claudia Kauertz, LVR-AFZ (2014)