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Vorwort

Im August dieses Jahres hatte die Stadt zusammen mit dem Archivverein eingeladen zu einem Festakt anlässlich der 1250. Wiederkehr des Datums, an dem zum ersten Mal der Name "Reginbach" in einer Urkunde genannt wurde. Ein Blick in den Kalender zeigt, dass es in diesem Jahr noch eine Reihe weiterer "runder Jubiläen" gibt.

So jährt sich zum 150. Male die Stadtwerdung Rheinbachs – ja, Sie haben richtig gelesen: am 17. Mai 1862 verlieh der preußische König die "Städteordnung für die Rheinprovinz" an Rheinbach, d.h. Rheinbach erhielt die Rechte und Pflichten einer Stadt. Dieser Status, der mit der urkundlichen Erwähnung als "oppidum" im Jahre 1298 begründet war, ging mit der Einvernahme der Rheinlande in den Französischen Staat 1802 verloren und war in der preußischen Rheinprovinz nach 1816 auch nicht mehr automatisch zurückgekehrt. Es dauerte 30 Jahre, bis die Preußen 1856 eine Städteordnung für die Rheinprovinz erlassen hatten und damit die Voraussetzungen für neuerliche Verleihung von Stadtrechten geschaffen waren. Noch mal sechs Jahre brauchte es, bis davon auch Rheinbach profitieren konnte.

Und noch ein anderer Tag, der allerdings damals weniger Anlass zum Feiern gab, jährt sich zum 80. Male: am 1. Oktober 1932 wurde der Kreis Rheinbach aufgelöst, den die Preußen 1816 gegründet hatten. Zum Kreis gehörten die Bürgermeistereien Adendorf (mit Meckenheim), Kuchenheim, Münstereifel, Ollheim (mit den heute zu Swisttal gehörenden Gemeinden) und Rheinbach (mit den heutigen neun Ortsteilen).

In diesem Jahr hat der Vorstand bei den Neuwahlen anlässlich der Jahreshauptversammlung eine Reihe neuer, jüngerer Gesichter bekommen. Damit Sie sie besser kennen lernen, stellen sie sich Ihnen vor.

Vor längerer Zeit schon hatte Dieter Deindörfer das handschriftlich geführte "Aufnahme- und Protokollbuch des Katholischen Bürgervereins zu Rheinbach" aus den Jahren 1869 bis 1874 transkribiert; er berichtet heute über dieses interessante Dokument aus der Zeit des Kulturkampfes.

 

Der Vorstand

Rheinbach, im Oktober 2012